Verschiedene Typen Atemschutzmasken im Überblick
Atemschutzmasken dienen dazu, beim Atmen ausgestoßene beziehungsweise aufgenommene Schadstoffe zu filtern. In welchem Maße sie das können, hängt aber davon ab, was für ein Typ Mundschutz sie sind: FFP1 bis FFP3, KN95, OP-Masken und N95. Sie entsprechen unterschiedlichen Standards, die an ihrem Herkunftsland gemessen werden:
- Masken vom Typ FFP1-3: Sie erfüllen die europäische Norm DIN EN 149:2009-08.
- OP-Masken: Diese medizinische Variante ist nach der europäischen DIN EN 14683 geprüft.
- KN95-Masken: Sie bilden das aus China stammende Äquivalent zu den FFP-Masken und entsprechen der Norm GB2626-2006.
- N95-Masken: Dabei handelt es sich um US-amerikanische Alternativen, die nach dem Standard 42 CFR Part 84 zugelassen sind.
Worin sich FFP1, FFP2 und FFP3 unterscheiden
Bei den Atemschutzmasken des Typs FFP handelt es sich um sogenannte partikelfilternde Halbmasken. Die Abkürzung steht für „Filtering Face Piece“, was auf Deutsch so viel wie „filterndes Gesichtsteil“ bedeutet. Abhängig von der Filterleistung werden sie in 3 Klassen eingeteilt. Je besser der Filter, desto höher die Schutzwirkung und desto höher die Klasse:
- FFP1-Masken haben eine maximale Leckage von 25 Prozent bei einem Schutz vor mindestens 80 Prozent der Partikel bis 0,6 µm Größe.
- FFP2-Masken weisen eine maximale Leckage von 11 Prozent auf und schützen vor mindestens 94 Prozent der Partikel unter 0,6 µm Größe.
- FFP3-Masken haben nur eine maximale Leckage von 5 Prozent und fangen mindestens 99 Prozent der Partikel unter 0,6 µm Größe ab.
Ausländische Mundschutze als Ergänzung der FFP2-Maske
Abgesehen von den medizinischen Masken sind die Alternativen zur FFP2-Maske nicht aus Europa stammend. Aus diesem Grund unterliegen sie anderen Normen und müssen für den Einsatz bei uns erst freigegeben werden. Das ist durch ein vereinfachtes Bewertungsverfahren im Juni 2020 erfolgt. Dass das notwendig wurde, lag an der weltweit herrschenden Pandemie.
Die Nachfrage nach FFP2-Masken ist durch Corona massiv gestiegen, weil sie einen besseren Schutz bieten als die OP-Masken. Dadurch kam es zu Lieferschwierigkeiten, die durch die N95- und KN95-Masken aus dem Ausland ausgeglichen wurden. Sie sind separat gekennzeichnet als Coronavirus-Pandemie-Atemschutzmasken „CPA“ oder als „Pandemie-Atemschutzmaske“. Seit dem 30.09.2020 ist die Sonderregelung zum Import dieser Masken allerdings aufgehoben.
Die Unterschiede zwischen den einzelnen Masken
Sich im Dschungel der Atemschutzmasken zurechtzufinden, ist nicht einfach. Welcher Mundschutz kann was, wann sollte ich welchen tragen und wie verwende ich sie überhaupt richtig? Jeder Mundschutz entspricht einer anderen Schutzklasse und besitzt daher eine spezifische Effektivität. Worin die FFP2-Maske sich von den anderen unterscheidet, haben wir im Folgenden einmal aufgeschlüsselt.
Aufbau und Eigenschaften von FFP2-Masken und Co.
Die einfachsten Masken sind die medizinischen, die bereits lange im OP zum Einsatz kommen. Sie bestehen aus mehreren Lagen Kunststoff und weisen Falten auf, um das Anpassen zu vereinfachen. Die Seiten liegen eher locker an. Hierin unterscheiden sie sich schon von den anderen drei Typen. Diese haben alle eine ähnliche Form und verfügen über eine Filterschicht, die die Wirksamkeit erhöht. Durch die dem Gesicht angepasste Form schließen sie an den Rändern eng mit der Haut ab. Erhältlich sind sie sowohl mit als auch ohne Atemventil.
Wirksamkeit von FFP2- und anderen Masken
Die einfacheren OP-Masken schützen in erster Linie vor der Infektion mit Tröpfchen. Das bedeutet, sie vermeiden eine Übertragung von Krankheitserregern über beispielsweise Speichel. Die bei der Corona-Pandemie bedenklichen Aerosole hält sie jedoch nicht auf. Hier kommen die drei anderen Masken-Typen ins Spiel. Sowohl FFP2-, als auch N95- und KN95-Masken filtern diese zu einem hohen Anteil aus der Luft.
In der Effektivität variieren die drei Typen dann aber voneinander. Die Standards der Herkunftsländer sind verschieden und so sind es auch die Masken. Doch eins vorweg: Alle bieten einen sehr hohen Schutz vor Infektionen, die Unterschiede sind nur minimal. Das hat eine Vergleichsstudie des Herstellers 3M im Februar 2021 ergeben.
Das wichtigste Kriterium zur Definition der Wirksamkeit ist die Filterleistung der Partikel beim Ein- und Ausatmen. Wie oben bereits erwähnt, beträgt die bei der FFP2-Maske mindestens 94 Prozent. Damit liegt sie minimal unter den beiden anderen Typen, die 95 Prozent filtern müssen. Dafür weist die FFP2-Maske allerdings einen geringeren Widerstand beim Ein- und einem gesteigerten beim Ausatmen auf, was den Tragekomfort erhöht. Getestet wurden diese Werte bei wasserbasierten Substanzen, wie beispielsweise Speichel. Für ölbasierte wurden nur die FFP2-Masken getestet.
Richtige Anwendung und Handhabung von FFP2-Masken und CO.
Egal, welche Leistung eine Maske auf dem Papier bringt, entfalten kann sie die nur bei korrekter Anwendung. Werden sie nicht richtig angelegt und gehandhabt, verlieren sie den Fremd- wie Eigenschutz schnell. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte fordert daher, den Mundschutz immer über Mund, Nase und Wangen zu tragen. Dabei müssen die Seiten eng anliegen, sodass keine Luft daran vorbeiströmen kann. Nur, wenn sie dicht sitzt, bringt sie ihre Filterleistung.
Geht es Ihnen beim Tragen einer FFP2-Maske oder einer der Alternativen nur um den Selbstschutz, können Sie zu Varianten mit Ventil greifen. Dieses erleichtert das Ausatmen, weil die Luft direkt durch das Ventil austritt. Beim Einatmen schließt es wieder fest, sodass sie nicht zurückgelangt. Die Luft bleibt ungefiltert, die Aerosole dringen also nach außen.
Ein Mundschutz, egal ob es die FFP2-Maske ist oder eine der ausländischen Typen, hat eine maximale Nutzungsdauer. In Deutschland dürfen sie ohne Ventil nur 75 Minuten, mit Ventil bis zu 2 Stunden getragen werden. Zum Auf- oder Absetzen sollten Sie sie nur an den Gummibändern an den Seiten berühren, nicht am Filterstoff selbst. Entsorgen können Sie dann alle im Restmüll.
Fazit: die beste Atemschutzmaske
Welchen Mundschutz Sie als den besten einstufen, ist Ihnen überlassen. Während die OP-Maske primär zum Schutz anderer dient und keine Aerosole filtert, sind die anderen drei nahezu identisch. Da die FFP2-Maske im Unterschied zu ihren ausländischen Alternativen nur marginal weniger Partikel zurückhält, aber einen höheren Komfort bietet, könnte sie das Rennen machen. Besonders, wer am Tag lange Zeit eine Atemschutzmaske tragen muss, wird von diesem Vorteil profitieren.
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