Das Auto ist für viele ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags. Der tägliche Gebrauch hinterlässt jedoch Spuren, die nicht nur die Optik, sondern auch die Fahrsicherheit beeinträchtigen können. Um das zu vermeiden, ist es unerlässlich, regelmäßig eine Autoreinigung vorzunehmen. Was es dabei zu beachten gilt und wie Sie am besten vorgehen, haben wir für Sie zusammengefasst.
Kfz reinigen – zu Hause nur bedingt möglich
Die Waschstraße ist für die meisten Leute die bequemste Lösung, um das Auto von außen sauber zu bekommen. Doch immer mehr möchten ihr Fahrzeug auch selbst reinigen, um empfindliche und schwer zugängliche Stellen schonend zu säubern. Gerade der Lack wird von den Walzen der Anlage schnell in Mitleidenschaft gezogen. Allerdings ist es nicht ohne Weiteres möglich, auf dem eigenen Grundstück das Kfz zu reinigen. Im schlimmsten Fall machen Sie sich strafbar, wenn Sie sich nicht vorab bei der Kommune informieren, ob das Reinigen des Autos zu Hause erlaubt ist.
Die genauen Vorschriften hängen vom jeweiligen Bundesland ab und in einigen Gemeinden ist es sogar ganz verboten. Das betrifft unter anderem solche, die in Wasserschutzgebieten liegen. Häufig ist es jedoch erlaubt, eine Autoreinigung auf dem privaten Grundstück vorzunehmen, solange das Abwasser dort versickert. Es darf dann also nicht in die Kanalisation oder offene Gewässer gelangen. Besser ist es dennoch in den meisten Fällen, sogenannte Waschboxen oder den Selbstbedienungswaschplatz von Tankstellen oder Waschstraßen zu verwenden.
Zeitpunkt und Zweck einer Autoreinigung
Viele Autofahrer bringen ihr Fahrzeug ein- oder zweimal im Jahr in die Waschanlage, um den gröbsten Schmutz zu entfernen. Das geschieht meistens entweder vor dem Winter oder direkt danach. Manche denken zudem noch daran, hin und wieder an der Tankstelle die Scheiben zu reinigen. Allerdings ist es sinnvoll, häufiger das Kfz zu reinigen.
Wie oft genau die Autowäsche fällig ist, hängt davon ab, wie dreckig das Fahrzeug ist und wie die Witterungsbedingungen sind. Eine Wäsche alle ein oder zwei Monate ist allerdings ein guter Richtwert, um die Funktionsfähigkeit des Fahrzeugs sicherzustellen. Das gilt auch für den Winter, denn die typischen Vorurteile sind heutzutage kein Problem mehr. Lediglich bei Temperaturen unter –10 °C sollten Sie den Besuch einer Waschstraße vermeiden.
Denn Verschmutzungen können beim Fahrzeug verschiedene Probleme auslösen. Einige schlechter geschützte Teile des Fahrwerks rosten leichter, wenn sie nicht gepflegt werden. Das betrifft beispielsweise Falze und Blechkanten. Das gilt besonders, wenn Lack abplatzt oder er Kratzer bekommt. Darüber hinaus kann es zu Sicherheitslücken kommen, wenn bestimmte Bereiche verschmutzt sind. Dazu zählen beispielsweise die Scheinwerfer, die Scheiben und Kameras und Sensoren. Einerseits wird dabei die Sicht merklich beeinträchtigt und andererseits die Funktion eingeschränkt. In beiden Fällen sollten Sie Ihr Kfz reinigen, um das Problem zu beheben oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Außerdem hat ein sauberes Fahrzeug noch den Nebeneffekt, dass es durch die Lichtreflexionen bei schlechtem Wetter gut zu sehen ist.
Das richtige Vorgehen bei der Autoreinigung
Auch bei der Autoreinigung ist es wichtig, sie mit einem Plan anzugehen. So ersparen Sie sich doppelte Arbeit und stellen sicher, dass alles schonend gereinigt wird. Zu der richtigen Herangehensweise gehört unter anderem, eine sinnvolle Reihenfolge einzuhalten und die passenden Reinigungsmittel zu verwenden. Sie sollten im Idealfall auf das Material abgestimmt sein, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Wie Sie am besten vorgehen, um Ihr Kfz zu reinigen, lesen Sie unten.
Karosserie des Kfz reinigen
Verunzieren Vogelkot, Staub, Dreck, Insekten und Harz den Lack des Autos, ist die Reinigung zeitnah anzuraten. Die Substanzen können den Lack angreifen und nachhaltige Schäden verursachen. Am einfachsten bekommen Sie grobe Verschmutzung weg, indem Sie einen Hochdruckreiniger einsetzen. Anschließend ist Handarbeit gefragt: Mit einem Schwamm, Wasser und speziellem Autoshampoo und Felgenreiniger geht es an das Feine. Danach wird alles mit klarem Wasser abgespült. Autoleder eignet sich hervorragend, um den Lack zum Schluss trockenzureiben, ehe Sie ihm mit einer Politur den perfekten Glanz verleihen.
Zur Autoreinigung gehört auch dazu, die Scheiben zu putzen. Sie sind die einzige Komponente des Fahrzeugs, bei der das von innen und außen notwendig ist. Achten Sie dabei nur darauf, dass Sie Glasreiniger einsetzen, die keine Schlieren verursachen. So sorgen Sie für klare Sicht. Mit demselben Mittel können Sie außerdem die Spiegel und Scheinwerfer säubern.
Innenraum des Kfz reinigen
Der Innenraum eines Fahrzeugs trägt maßgeblich zum Wohlfühlfaktor bei jeder Spritztour bei. Anders als für die Karosserie gibt es keine automatisierte Anlage, um das Innere Ihres Kfz zu reinigen. Allerdings handelt es sich dabei um eine Aufgabe, die Sie problemlos auch selbst erledigen können. Dabei sollten Sie nur ein paar mehr Punkte beachten als bei der Außenreinigung. Einer davon ist, wie generell bei der Reinigung von Oberflächen, von oben nach unten zu arbeiten.
Den ersten Schritt bildet das gründliche Entfernen des groben Schmutzes im Inneren des Fahrzeugs. Hierfür können Sie jeden Staubsauger verwenden, der eine schmale Düse mit Schlauch besitzt. So kommen Sie auch in Zwischenräume und die Ritzen zwischen den Polstern. Sehen Sie sich hier bereits den Fahrzeughimmel an – diesen müssen Sie lediglich dann reinigen, wenn Sie sichtbare Verschmutzungen entdecken. Anschließend wischen Sie mit einem Tuch und Wasser die Armaturen und das Lenkrad. Im nächsten Schritt kümmern Sie sich mit Polsterreiniger und Mikrofasertuch um alle Teile, die aus Stoff bestehen. Vergessen Sie dabei nicht die Fußmatten. Sind Ihre Sitze mit Leder bezogen, sollten Sie hingegen auf spezielle Lederreiniger setzen.
