Der erste Eindruck zählt – das gilt nicht nur für das Erscheinungsbild von Personen. Auch Räumlichkeiten tragen viel dazu bei, was Kunden oder Besucher denken. Ein Blickfänger ist dabei der Boden – Dreck und Unrat schrecken Menschen ab. Ein gepflegter, sauberer Untergrund hingegen erweckt ein Gefühl von Sorgfalt. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, auf eine professionelle Bodenreinigung zu setzen. Sie liefert beste Ergebnisse, wobei sie die Bedürfnisse jeder Bodenart berücksichtigt.

Vorbereitung – Utensilien für eine professionelle Bodenreinigung

Bevor es losgehen kann, brauchen Sie die passenden Utensilien. Dazu gehören neben Reinigungsmitteln für Böden auch Lappen und das Putzwasser. Für den groben Schmutz bietet sich der Einsatz eines Staubsaugers oder Besens an, je nach Situation. Insgesamt gibt es ein paar Dinge zu beachten, um das Beste aus dem Reinigungsprozess herauszuholen.

Die richtige Wassertemperatur

Die professionelle Bodenreinigung beginnt bereits beim Abfüllen des benötigten Wassers – warm oder kalt? Die meisten Menschen drehen den Hahn automatisch auf heiß, dabei ist das nicht unbedingt richtig. Es gibt Reinigungsmittel, die Alkohol enthalten. In heißem Wasser verdampft der schnell und der Reiniger verliert an Putzkraft. Außerdem bleiben leichter Schlieren und Streifen auf dem Untergrund zurück. Ein Hinweis zur Wassertemperatur findet sich häufig auch auf der Verpackung. Um auf Nummer sicher zu gehen, ist es ratsam, eher kaltes bis lauwarmes Wasser einzusetzen. Damit verhindern Sie zusätzlich, dass sich die Dämpfe des Mittels in der Luft verteilen.

Die benötigten Reinigungsmittel

Die Bandbreite verfügbarer Putzmittel ist groß. Sie reicht von Allzweckreinigern, über materialspezifische Reiniger, bis hin zu Pflegeprodukten. Alle gibt es sowohl als chemische als auch als natürliche Varianten. Letztere helfen bei der professionellen Bodenreinigung häufig nur bedingt, weil sie weniger Putzkraft haben. Dafür sind sie umweltschonender. Sie eignen sich für die normale Reinigung, bei hartnäckigen Verschmutzungen sollte ein chemischer Reiniger zum Einsatz kommen. Dabei ist es wichtig, darauf zu achten, dass das eingesetzte Mittel auch für den vorhandenen Boden vorgesehen ist. Andernfalls gelingt nicht nur die Reinigung schlechter, sondern es können auch Schäden auftreten. Lesen Sie daher immer zunächst die Anleitung des Herstellers.

Die besten Putztücher

Es gibt fast so viele Lappen im Handel wie Putzmittel. Sie unterscheiden sich in Material, Form und Größe – und nicht alle davon eignen sich für die professionelle Bodenreinigung. Größe und Form richten sich in der Regel nach dem verwendeten Wischmopp-Gestell. Beim Material hingegen spielt der damit zu reinigende Boden die entscheidende Rolle. Die wichtigste Frage dabei ist, ob Sie ihn nass oder nur nebelfeucht wischen können. Für nass wischbare Böden eignen sich Baumwoll-Tücher, für nebelfeucht zu reinigende hingegen Modelle aus Mikrofaser. In manchen Fällen kann auch ein Dampfreiniger zum Einsatz kommen, sollte es sich um große Flächen handeln.

Professionelle Bodenreinigung für jede Bodenart

Heutzutage gibt es allerlei verschiedene Bodenbeläge: Parkett, Laminat, Linoleum, Sichtbeton, Kork, Fliesen, Naturstein und mehr. Sie alle haben andere Ansprüche und Eigenschaften, die es beim Reinigen zu berücksichtigen gilt. Das betrifft die Art des Reinigungsmittels und das Material des Putztuchs. Für ein optimales Ergebnis müssen Sie beides sorgfältig auswählen.

Doch bei allen Unterschieden gibt es auch eine Gemeinsamkeit: den Reinigungsablauf. Grundsätzlich erfolgt die professionelle Bodenreinigung immer in der gleichen Reihenfolge:

Schritt 1

Entfernen Sie groben Schmutz mit einem Staubsauger oder einem Besen.

Schritt 2

Nehmen Sie das Wischutensil zur Hand und reinigen Sie den Boden mit Wasser und Putzmittel. In manchen Fällen folgt hier zusätzlich eine Fugenreinigung oder gezielte Behandlung von Flecken.

Schritt 3

Lassen Sie den Untergrund vollständig trocknen, um Schäden durch Restfeuchte zu vermeiden.

Fliesen reinigen

Herkömmliche Fliesen sind der am einfachsten zu reinigende Bodenbelag. Sie sind widerstandsfähig und pflegeleicht. Einfache Allzweckreiniger sind hier ausreichend, es bedarf in der Regel keiner speziellen Mittel. Die robuste Beschaffenheit erlaubt es, den Boden nass zu wischen. Auf aggressive Reiniger sollten sie allerdings verzichten, um die Fliesen nicht zu beschädigen.

Parkett oder Kork reinigen

Da es sich bei beiden Bodenbelägen um Holz handelt, stellen sie höhere Anforderungen an die Reinigung. Der wichtigste Punkt ist, dass sie Nässe nur sehr schlecht vertragen. Pfützen müssen Sie deswegen sofort beseitigen. Darüber hinaus bekommt zumindest Parkett leicht Kratzer. Deshalb ist es ratsam, auf einen Staubsauger zu verzichten und den Boden lieber nur zu kehren.

Außerdem reagieren beide Beläge empfindlich auf aggressive Reiniger und Scheuermittel. Es sollten daher bei der professionellen Bodenreinigung nur spezielle Reiniger zum Einsatz kommen. Bei unversiegeltem Parkett sollten sie rückfetten, bei lackiertem Parkett oder Kork dürfen sie den Lack nicht schädigen. Gewachste Korkböden brauchen wieder andere Mittel.

Laminat reinigen

Laminat stellt hohe Anforderungen an die Reinigung. So ist es kein Freund von Nässe, weshalb Sie es nur nebelfeucht wischen sollten. Um die Oberfläche nicht zu beschädigen, sollten Sie zudem auf aggressive Methoden wie Scheuermittel, Dampfreiniger und Bleichmittel verzichten.

Betonboden reinigen

Beton kann Wasser problemlos aushalten, aber aggressive Reinigungsmittel begeistern ihn wenig. Seine Oberfläche ist sensibel und die Mittel können sie zerstören. Besser sind pH-neutrale, milde oder für Beton entwickelte Reiniger. Um bei einer professionellen Bodenreinigung hartnäckige Flecken zu entfernen, sollten Sie diese am besten vorab gezielt behandeln.

Naturstein reinigen

Anders als keramische Fliesen sind die aus Naturstein weniger robust. Aus diesem Grund sind spezielle Reiniger hier Pflicht. Sie sollten mild sein und auf keinen Fall Säure enthalten, da sie die Oberfläche angreifen würde. Nässe sollten Sie ebenfalls vermeiden, weil sie in das Material eindringt. Wischen Sie daher am besten nur feucht und entfernen Sie Flüssigkeiten sofort.

Teppich reinigen

Teppich ist der einzige Bodenbelag, den Sie nicht wischen können. Meistens ist das auch nicht notwendig – das regelmäßige, gründliche Saugen reicht. Sollten doch einmal Flecken entstehen oder der Teppich Gerüche entwickeln, helfen spezielle Teppichreiniger. Normalerweise werden sie mit einer Bürste einmassiert und anschließend abgesaugt.

Böden desinfizieren für hygienesensible Räume

Hygieneausstattung Blanc-Hygienic

In einigen Bereichen, wie Krankenhäusern, ist im Zuge der professionellen Bodenreinigung eine gründliche Desinfektion unerlässlich. Nutzen Sie hierfür einen anderen Lappen als für das Wischen. Am besten eignet sich ein Mittel zur Flächendesinfektion, das Sie auf dem gesamten Untergrund verteilen. Achten Sie darauf, dass es sich für den Bodenbelag eignet. Nach der vom Hersteller empfohlenen Einwirkzeit sollte der Boden bei richtiger Handhabung wieder trocken und begehbar sein.

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