So wird Seife hergestellt

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© Valentyn Volkov/123rf.com

Die Seifenherstellung ist wahrlich kein Hexenwerk – schon mit wenigen Zutaten kann man ein duftendes Reinigungswunder in den Lieblingsfarben selber machen. Wobei die Basis einer Seife in erster Linie in der Fettkomponente liegt, oftmals in Form von hochwertigen Ölen, die sich auf unterschiedlichste Weise miteinander kombinieren lassen und zum Experimentieren anregen. Als Experte auf dem Gebiet hygienischer Reinigungsprodukte möchten wir Ihnen in diesem Artikel gern zeigen, wie man ein eine Seife im Siedevorgang komplett selbst herstellen oder wie man auch mit einem ganz simplen Rezept originelle Seifen aus natürlichen Zutaten kreieren kann.

Seife im Siedevorgang mit dem „25er-Rezept“ selber herstellen

Dieses Grundrezept können Sie nach Belieben verändern, lediglich die anteilig gleichen Mengen von festen und flüssigen Fetten müssen stets eingehalten werden, damit die Seife die optimale Konsistenz hat. Der Name für das hier vorgestellte sogenannte „25er-Rezept“ erschließt sich aus der Zusammenstellung der vier verschiedenen Zutaten zu jeweilig 25 Prozent. Da wir aber anstatt des umstrittenen Palmöls vorzugsweise Sheabutter verwenden, kommt eine kleine Abweichung zu Stande. Für 500g Seife benötigen Sie demnach 125 Gramm Kokosöl, 75 Gramm Sheabutter, 125 Gramm Rapsöl und 175 Gramm Olivenöl, dazu 65 bis 67 Gramm Natriumhydroxid und etwa 160 bis 170 Milliliter Wasser. Mit circa 3 Prozent eines beliebigen ätherischen Öls, etwas Seifenfarbe, Kräuter oder Blüten können Sie dann Ihrer Seife aromatische Originalität verleihen. Da das Sieden aufgrund der ätzenden Substanz Natriumhydroxid nicht ganz ungefährlich ist, sollten Sie unbedingt feste Handschuhe, eine Schutzbrille und lange Kleidung beim Zubereiten tragen – bei empfindlichen Atemwegen empfiehlt sich gar eine Atemschutzmaske, aber ein geöffnetes Fenster im Raum genügt in der Regel auch. Außerdem raten wir Ihnen Kunststoffschüsseln zum Anrühren der Seifenlauge zu verwenden und diese danach für nie mehr für etwas anderes einzusetzen – von Aluminiumschüsseln ist dagegen generell abzuraten, da die Seifenlauge mit dem Metall reagiert und Ihre Seife dadurch ranzig werden kann!

Wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann es endlich losgehen: Zunächst wiegen Sie die erforderliche Menge Natriumhydroxid in einer kleinen Plastikschüssel ab und stellen das benötigte Wasser bereit. Geben Sie nun das Natriumhydroxid unter ständigem Rühren langsam und portionsweise in das Wasser hinein. Vorsicht: Nicht umgekehrt und beachten Sie bitte, dass die Lauge bis zu 90 Grad heiß werden kann! Nachdem Sie alles miteinander vermengt haben, können Sie die Lauge zum Abkühlen an einen kippsicheren Ort stellen. Jetzt dürfen Sie zuerst die entsprechenden Mengen der Fette und dann die Öle in einen Topf geben und langsam schmelzen lassen. Wenn das Gemisch nur noch eine Temperatur von ungefähr 30 Grad hat, geben Sie vorsichtig die warme Seifenlauge dazu und verrühren das Ganze solang bis eine homogene Masse entstanden ist. Nachdem Sie die fertige Lauge für die Seife nochmals kurz abkühlen lassen, gießen Sie diese durch ein engmaschiges Sieb. Nun beginnt endliche der kreative Teil bei der Herstellung Ihrer individuellen Seife: Lassen Sie Ihrer Fantasie bei der Zugabe von Düften, Farbstoffen oder Blüten freien Lauf! Abschließend schütten Sie das flüssige Seifengemisch behutsam in mit Backbackpapier ausgelegte Backformen, ob Herzförmchen, Sternen- oder Kastenform – ganz wie Ihnen beliebt. Die fertige Seife muss nun nur noch ein paar Tage austrocknen und kann dann aus der Form genommen, um für circa vier Wochen zu reifen und dann endlich von Ihnen oder Ihren Freunden beim Waschen genossen zu werden.

Seife mit Peeling-Effekt aus nur vier Zutaten

Natürlich kann man auch Seifen ohne das aufwendige Sieden herstellen, sodass wir Ihnen auch ein einfaches Rezept für eine Seife nicht vorenthalten wollen. Für diese wunderbare Kokos-Peeling-Seife benötigen Sie lediglich 250g Kernseife, 50g Kokoscreme oder Kokosöl, 3 Esslöffel körniges Meersalz und 2 Esslöffel Kokosmilch.

Wenn Sie alles parat haben, müssen Sie zunächst die Kernseife mit einer Küchenreibe in kleine Stücke raspeln. Geben Sie die Stückchen und etwas Wasser in einen Topf und lassen Sie alles auf niedriger Temperatur etwa 90 bis 120 Minuten lang zu einer gelartigen Masse verschmelzen. Nun dürfen Sie die Kokosmilch und Kokoscreme hinzugeben, alles gründlich durchrühren und anschließend das Meersalz vorsichtig unterheben. Gießen Sie nun die Masse behutsam in kleine Backförmchen Ihrer Wahl, lassen Sie das Ganze auskühlen und lösen Sie abschließend die Seife vorsichtig aus den Förmchen – fertig ist Ihre zauberhaft und pflegende Seifenkreation, die Sie mit Wonne nach zwei bis drei Wochen Reifung benutzen oder verschenken dürfen.

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