5 Maßnahmen für mehr Personalhygiene

Eine sorgfältige Personalhygiene ist für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln unabdinglich. Schon ein einziger nachlässiger Mitarbeiter kann Ihren gesamten Betrieb mit Keimen in Kontakt bringen und damit die gesundheitliche Sicherheit Ihrer Kunden gefährden. Daher, dass die Personalhygiene nicht erst am Arbeitsplatz, sondern schon Zuhause nach dem Aufstehen beginnt, sehen sich viele Arbeitgeber bei ihrer Überprüfung vor eine große Herausforderung gestellt. Da Keime für das bloße Auge nicht sichtbar sind, können bei einer einfachen Inspektion lediglich grobe Hygienefehler wie fettiges Haar und dreckige Fingernägel wahrgenommen werden.

Ein wichtiger Schritt bei der Sicherstellung einer zufriedenstellenden Personalhygiene ist das regelmäßige Erinnern an die geläufigen Vorschriften. Dadurch können Sie zumindest ausschließen, dass Mitarbeiter aus reiner Vergesslichkeit gegen das geltende Reglement Ihres Betriebes verstoßen. Zusätzlich sind vermehrte Abklatschtests ein möglicher Weg, um das Bewusstsein über den eigenen Hygienestandard zu fördern und eine bessere Transparenz der innerbetrieblichen Personalhygiene zu erreichen.

Personalhygiene startet bei den Händen

Besonders auf eine regelmäßige und gründliche Hygiene der Hände sollten Ihre Mitarbeiter größten Wert legen.

Da mit den Händen über den Tag verteilt zahlreiche Oberflächen berührt werden, sind sie nämlich der primäre Übertragungsort für lebensmittelvergiftende Keime.

Es ist nicht möglich, eine Hand komplett von Bakterien zu befreien, aber mithilfe von Desinfektionsmitteln und Seife kann die Zahl dieser Bakterien stark dezimiert werden.

© Alexander Raths/123rf.com

Schulen Sie Ihr Personal daher in der einwandfreien Händereinigung und -desinfektion. Dabei fallen nicht nur das Anbringen einer ausreichenden Anzahl an Desinfektionsspendern und das Belehren über die richtige Technik, sondern auch das Informieren darüber, wann und wie oft die Hände gereinigt werden müssen, in Ihren Aufgabenbereich.

Stellen Sie außerdem sicher, dass Ihre Mitarbeiter ihre Hände nicht an ihrer Arbeitskleidung abwischen, sondern von Ihnen zur Verfügung gestellte Einmalhandtücher zum Trocknen verwenden.

Verbieten Sie Ihrem Personal das Tragen von Nagellack oder künstlichen Nägeln, da sich darunter sehr leicht Keime ansammeln. Doch auch natürlich lange Fingernägel sind sehr anfällig dafür, Schmutz und Bakterien anzuziehen. Deshalb sollten Sie sie in Ihrem Betrieb strengstens untersagen.

Auch wenn diese Verbote sehr penibel und drastisch erscheinen, sind sie dennoch notwendig, um eine unbedenkliche Personalhygiene sicherzustellen.

Fühlen Sie sich also nicht im Unrecht, wenn Sie ihre Mitarbeiter über solche Anweisungen informieren. Stattdessen sollten Sie ihnen die gesundheitlichen Gefahren vor Augen führen, die sie riskieren, wenn sie die Personalhygiene nicht ernstnehmen.

Rufen Sie Ihr Personal zu hygienischer und regelmäßiger Körperpflege auf!

Nicht nur die Hände, sondern auch alle anderen Körperteile des Personals sollten einem gewissenhaften Hygienestandard entsprechen.

Fordern Sie Ihre Mitarbeiter deshalb dazu auf, regelmäßig und gründlich zu duschen und von Produkten mit starken Duftstoffen wie Deodorant oder Aftershave abzusehen. Bei den Männern ist außerdem die tägliche Pflege der Gesichtsbehaarung essentiell.

Für die Personalhygiene ist die Mund- und Zahnpflege ebenso wichtig wie das häufige Duschen. Die Vernachlässigung dieser Pflicht kann dazu führen, dass Ihre Mitarbeiter schwerwiegende Entzündungen erleiden.

Personalhygiene umfasst auch Kleidung und Accessoires

Nicht nur die Körper, sondern auch die Kleidungsstücke Ihres Personals können eine keimbelastete Atmosphäre hervorrufen und sind daher ein wichtiger Aspekt in der vorgeschriebenen Personalhygiene.

Verteilen Sie deshalb Arbeitskleidung, die Ihre Mitarbeiter vor jeder Schicht hygienisch im Kochwaschgang reinigen und jederzeit streng von ihrer Straßenkleidung getrennt verwahren müssen. Außerdem ist es vorteilhaft, eine innerbetriebliche Umkleidekabine einzurichten, denn die Arbeitsgarnitur sollte aus Hygienegründen immer erst direkt vor Ort angezogen werden.

Diese Vorsichtsmaßnahme stellt sicher, dass keine Bakterien und Keime von draußen in die Küche getragen werden.

Bei dem Wechsel von der Straßen- in die Arbeitskleidung ist es ratsam, Ihre Mitarbeiter dazu aufzufordern, sich auch ihres Schmuckes zu entledigen. Dazu gehören zum Beispiel Uhren, Halsketten, Gesichtspiercings und Ringe, da sie nicht nur Schmutz und Keime verbreiten, sondern auch unbemerkt Fremdkörper mit sich tragen, die sie über den Lebensmitteln verlieren können.

Ebenfalls wichtig ist das Zusammenbinden langer Haare oder sogar das Verpflichten zum Tragen von Kopfbedeckungen, um die Personalhygiene zu wahren. Andernfalls können Schuppen oder kleine Haare die Lebensmittel verunreinigen.

Befolgen Sie diese Verhaltensregeln, um Ihre Personalhygiene zu verbessern

Wenn Sie Ihre Personalhygiene fördern möchten, sollten Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig an bestimmte Verhaltensregeln erinnern.

Dazu gehört es zum Beispiel, das Essen, Rauchen und Kaugummikauen innerhalb des Küchenbereiches strengstens zu untersagen. Außerdem darf in keinem Fall auf Lebensmittel genießt oder gehustet werden.

Wenn einer Ihrer Mitarbeiter eine offene Verletzung an der Hand hat, muss diese vor Antritt der Arbeit mit einem wasserdichten Pflaster komplett abgedeckt werden. Dieses Pflaster darf die betroffene Person erst nach der Schicht und in ausreichender Entfernung der Küche wieder abnehmen.

Arbeiten mit gesteigertem Kontaminationsrisiko sollten aus offensichtlichen Gründen nur mit hygienischen Einmalhandschuhen durchgeführt werden.

Auch diese Vorsichtsmaßnahme fällt unter die Kategorie Personalhygiene und sollte Ihren Mitarbeitern geläufig sein.

Denken Sie auch an die Personalhygiene des „vorübergehenden Personals“

Nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern auch externe Fachkräfte müssen manchmal die Küche betreten. Halten Sie daher hygienische Arbeitskleidung für betriebsfremde Arbeiter bereit. Dieses Regelwerk gilt zum Beispiel für Handwerker und Lieferanten.

Außerdem sollte ein solcher Besuch immer von einem kompetenten, innerbetrieblichen Mitarbeiter begleitet werden, wenn er auf seinem Weg die Küche durchquert.

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