Hygienische Händedesinfektion

Händedesinfektion ist eine individuelle Angelegenheit

Händedesinfektion ist vor allem im Gesundheitsbereich ein wichtiges Thema. Die Desinfektion der Hände ist nicht nur für den Infektionsschutz von Bedeutung, auch der Hautschutz spielt dabei eine Rolle. In der pflegerischen Praxis muss das Händedesinfizieren perfekt funktionieren und darf nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen.… Weiterlesen

Händedesinfektion ist eine individuelle Angelegenheit

Händedesinfektion ist vor allem im Gesundheitsbereich ein wichtiges Thema. Die Desinfektion der Hände ist nicht nur für den Infektionsschutz von Bedeutung, auch der Hautschutz spielt dabei eine Rolle. In der pflegerischen Praxis muss das Händedesinfizieren perfekt funktionieren und darf nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb wird hier eine unkompliziert einsetzbare Technik verlangt. Unsere Hygienespender und Armhebelspender sind da die ideale Lösung. Wir liefern Ihnen aber nicht nur die auf Ihre Pflegesituation abgestimmten Desinfektionsspender, sondern auch die Füllmittel, welche optimal zu Ihren Anforderungen passen. Wenn Sie Fragen zu unseren branchenübergreifend innovativen Produkt- und Servicelösungen für die professionelle Hygiene haben, beraten wir Sie gern persönlich und individuell. Fachkompetente Beratung und Betreuung durch ausgewiesene Hygiene-Experten gehören bei uns ebenso zum kundenorientierten Service wie Installationssupport und Wartung.

Warum überhaupt Hände desinfizieren?

Handdesinfektion

Es ist bekannt, dass 80 Prozent der von Mensch zu Mensch übertragenen Infektionen über die Hände geschehen. Daher nimmt die Händedesinfektion einen besonderen Stellenwert ein. Hände richtig desinfizieren kann Infektionsketten unterbrechen. Allein in Deutschland schätzt man jährlich rund 900.000 nosokomiale Infektionen, also Ansteckungen innerhalb von Krankenhäusern oder anderen Pflegeeinrichtungen. Die Bedeutung von Produkten zum Händedesinfizieren für solche Einrichtungen kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Vor allem angesichts des wachsenden Problems der multiresistenten Keime.

Wann sollte man die Hände desinfizieren?

Der Zeitpunkt, wann eine hygienische Händedesinfektion sinnvoll bzw. sogar unbedingt notwendig ist, wird je nach Branche unterschieden.

Im medizinischen Bereich wird eine Händedesinfektion dringend empfohlen:

  • vor dem Dienstbeginn, vor jedem Verbandswechsel
  • vor der Durchführung invasiver Maßnahmen
  • vor dem Kontakt mit Eintrittsstellen von Drainagen und Kathetern
  • vor der Vorbereitung und Vergabe von Injektionen, Infusionen sowie Medikamenten
  • vor dem Kontakt mit infektionsgefährdeten Patienten, Kunden oder Bewohnern

Ebenfalls sollte man sich die Hände mit einer antimikrobiellen Hautwaschlotion desinfizieren:

  • nach dem Kontakt mit infektiösen Patienten, Bewohnern oder Kunden
  • nach dem Kontakt mit Sekreten, Ausscheidungen, Körperflüssigkeiten, kontaminierten Gegenständen und potenziell infiziertem Material
  • nach dem Ablegen der Handschuhe
  • nach der Toilettennutzung
  • nach dem Dienstende

Im Lebensmittelbereich sollte eine hygienische Händedesinfektion immer dann erfolgen:

  • vor dem Dienstbeginn
  • nach allen Pausen
  • nach dem Ablegen der Handschuhe
  • nach jedem Toilettengang
  • nach dem Anfassen von verschmutzten Verpackungen oder Küchenutensilien
  • nach der Beendigung von Schmutz- und Reinigungsarbeiten und
  • nach dem Umgang mit kritischen Lebensmitteln wie beispielsweise Geflügel, Eiern, Fisch und Fleisch im Allgemeinen

So beugt Händedesinfektion Ansteckungen vor

Hände desinfizieren kann die Ansteckung mit Bakterien und Viren verhüten. Denn die Hände spielen nicht nur für die direkte Übertragung eine kardinale Rolle. Auch an postoperativen Wundinfektionen oder katheterassoziierten Infektionen sind gar nicht oder mangelhaft desinfizierte Hände maßgeblich beteiligt. So fordert die WHO das medizinische Personal explizit auf, Hände nach Vorgabe zu desinfizieren. Als Begründung dafür führt die WHO unter anderem an, dass Bakterien und Viren eine Stunde oder sogar länger auf den Händen überleben können. Viren halten sich über eine Zeitspanne von zehn Minuten bis zu einigen Stunden auf der Haut. Eine Übertragung durch Händedesinfektion zu verhindern, dauert hingegen nur 30 Sekunden. Das ist im Grunde schon seit 1861 allgemein bekannt. Denn in diesem Jahr veröffentlichte Semmelweis die erste Publikation zum Thema Handhygiene. Er konnte darin belegen, dass die damals noch weit verbreitete Müttersterblichkeit durch das Kindbettfieber mittels Händedesinfektion eindrucksvoll gesenkt wurde.

Die WHO definiert fünf spezifische Gelegenheiten, zu denen Personal mit Patientenkontakt unbedingt zum Händedesinfektionsmittel greifen sollte:

  1. Bei jedem Betreten eines Patientenzimmers
  2. Bei jedem Verlassen eines Patientenzimmers
  3. Vor der Nahrungsaufnahme
  4. Nach jedem Toilettengang
  5. Sowohl vor als auch nach Kontakten mit eigenen Wunden oder Schleimhäuten, außerdem vor dem Betreten eines Risikobereiches

In jedem Umfeld dieser Gelegenheiten müssen also entsprechende Spender vorhanden sein, die geeignete Füllmittel enthalten. Blanc Hygienic berät Sie gern hinsichtlich der Ausstattung verschiedener Bereiche mit den passenden Möglichkeiten, Hände richtig zu desinfizieren. Es ist äußerst wichtig, in jedem dieser Bereiche adäquate Desinfektionsprodukte bereitzustellen.

Mittel zum Händedesinfizieren stehen in drei Klassifizierungen zur Verfügung, die gegen verschiedene Erreger eingesetzt werden können:

  • Begrenzt viruzid: Wirkt beispielsweise gegen diese Viren: Influenza, Herpes, Tollwut, Masern, Mumps, Röteln, HIV, HBV, HCV, RSV oder CMV
  • Begrenzt viruzid Plus: Ist beispielsweise gegen Adenoviren, Noroviren oder Rotaviren wirksam
  • Viruzid: Schützt beispielsweise vor Infektionen mit folgenden Viren: Boca, Parvo-B19, Picorna oder Hepatitis-A

Entsprechende Mittel zur Inaktivierung von unbehüllten Viren enthalten entweder eine besonders hohe Ethanolkonzentration oder Beimischungen von Phosphorsäure oder einer Kombination aus Harnstoff und Milchsäure.

Hände richtig desinfizieren – So geht´s

Hände richtig zu desinfizieren, benötigt sechs akribische Schritte:

  1. Verwenden Sie im ersten Schritt reichlich Desinfektionsmittel, sparen wäre an dieser Stelle alles andere als angebracht. Geben Sie die Flüssigkeit in die Handinnenflächen und reiben Sie beide Hände aneinander. Lassen Sie auch die Handgelenke und unteren Arme nicht aus.
  2. Reiben Sie im zweiten Schritt sorgfältig mit der linken Handinnenfläche über den rechten Handrücken und umgekehrt.
  3. Legen Sie im dritten Schritt wieder die Handinnenflächen aufeinander und verschränken Sie die Finger ineinander. Reiben Sie nun die Hände mit geöffneten Fingern aneinander.
  4. Legen Sie im vierten Schritt die Handinnenfläche der rechten Hand auf den linken Handrücken, verschränken Sie wieder die Finger ineinander und reiben Sie die Hände aneinander.
  5. Umschließen Sie im fünften Schritt Ihren linken Daumen mit der rechten Hand und reiben Sie diesen sorgfältig ein. Dann die umgekehrte Seite.
  6. Im sechsten und letzten Schritt kommen noch die Fingerkuppen an die Reihe. Reiben Sie die Kuppen der Finger Ihrer rechten Hand in der linken Handinnenfläche und umgekehrt.

Jeder einzelne Schritt muss mindestens fünf Sekunden lang ausgeführt werden, so dass Sie für die gesamte Händedesinfektion etwa 30 Sekunden benötigen.

Die richtige Händedesinfektion mit Nagellack, Schmuck und Tattoos

Handdesinfektion bei künstlichen Nägel und Tattoos

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass Schmuck, Tattoos, Piercings und lange lackierte Fingernägel ein deutlich höheres Risiko aufweisen, durch das Infektionen übertragen werden können. Ringe, Armbänder sowie Armbanduhren sollten daher vor Dienstbeginn abgelegt werden, denn nur so kann eine gründliche hygienische Händedesinfektion gewährleistet werden. Bei sichtbaren Piercings an den Händen verhält es sich ähnlich, diese sind in pflegerischen Einrichtungen oftmals verboten, da sie ein noch größeres Infektionsrisiko mit sich bringen.
Sichtbare Tattoos an Händen oder Unterarmen stellen in der Regel kein hygienisches Risiko dar. Dies ist nur gegeben, wenn die betroffenen Hautbereiche entzündet sind. Beim Thema künstliche Fingernägel und Nagellack sieht das Ganze wieder anders aus, denn hier besagen Studien, dass in beiden Fällen eine Förderung der Besiedlung von pathogenen Erregern und Pilzen stattfinden kann. Daher ist es in bestimmten Berufsfeldern ratsam, auf kurze und saubere Naturnägel zu achten!

Wo Händedesinfektion besonders wichtig ist

Die WHO empfiehlt eine regelmäßige Händedesinfektion nicht nur im Krankenhaus, in der Arztpraxis oder im Seniorenheim. Die Weltgesundheitsorganisation publiziert, dass auch der Nutzen von Desinfektionsmaßnahmen in Kindergärten und Schulen wissenschaftlich belegt sei. Die Empfehlungsliste wird durch Personen mit ständigem Kundenkontakt ergänzt, dazu gehören beispielsweise die Mitarbeiter von Bibliotheken oder Bürgerämtern. Nach Angaben der WHO wird dort durch die Desinfektion der Hände nicht nur die Ansteckungsrate maßgeblich reduziert, auch Fehltage durch Krankmeldung können so stark vermindert werden.

Geeignete Hardware mit entsprechenden Füllmitteln kann also in vielen Bereichen zur Gesundhaltung von Patienten, Kunden und Personal beitragen. Gerade bei unerfahrenen Anwendern im nichtmedizinischen Bereich tut jedoch Beratung not, welche Produkte in welchem Umfeld am effektivsten wirken. Eine öffentliche Bibliothek benötigt sicher andere Geräte und Spender mit speziell auf diesen Gebrauch abgestimmten Füllmitteln als beispielsweise die Intensivstation eines Krankenhauses. Blanc Hygienic hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen aller Art in Hygienefragen zu beraten und zu betreuen. Unsere Vertriebsabteilung ist mit speziell geschulten Hygiene-Experten als Fachberatern besetzt. Hier bekommt jeder Kunde genau das Produkt, das seine individuellen Gegebenheiten erfordern.