Egal, wobei: Unsere Hände werden täglich beansprucht und dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Allein das regelmäßige Händewaschen reicht aus, um die Haut rissig und empfindlich zu machen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch Folgen nach sich ziehen. Nicht selten führt eine unzureichende Handpflege zu Hautproblemen, Entzündungen oder Allergien. Deswegen gehört zu einer vernünftigen Händehygiene immer auch die Pflege, um allen Risiken vorzubeugen.
Das Problem bei unzureichender Handpflege
Unsere Hände sind unser wichtigstes Werkzeug. Wir brauchen sie bei allem, was wir im Alltag oder bei der Arbeit erledigen müssen. Wie immer, wenn wir mit etwas regelmäßig hantieren, gehört eine gewisse Pflege zu den erforderlichen Maßnahmen. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie langfristig keine Probleme bekommen. Denn durch die Belastung leiden unsere Hände – auf verschiedene Arten. Eine korrekte Handpflege ist daher unerlässlich.
Insbesondere in der Medizin und der Pflege ist es essenziell, auf gesunde und saubere Hände zu achten. Andernfalls können Keime von den Händen auf Patienten überspringen und Krankheiten auslösen. Um das zu vermeiden, werden die Hände regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Gerade häufiges Waschen stellt jedoch auch ein Problem dar, weil es die Haut austrocknet. Besser ist es, die Hände häufiger zu desinfizieren, statt zu waschen – doch auch das strengt die Haut an. Beides zerstört die natürliche Pflege und den Eigenschutz der Haut, den sie braucht, um Erreger fernzuhalten.
Die Folge sind rissige und empfindliche Hände, die stark auf Reizungen reagieren. Gleichzeitig ist die Haut dadurch nicht mehr in der Lage, ihre Schutzfunktion vollständig aufrechtzuerhalten. Die Hautbarriere wird durch die Trockenheit durchbrochen, die Hände werden anfällig. Allergieauslösende Stoffe haben es so leichter, die Haut zu reizen. Auch Erreger können leichter in den Organismus eintreten – die Pflegekraft wird womöglich selbst krank oder bekommt Hautprobleme.
Die Rolle der Handpflege in der Händehygiene
Wer das Wort Hygiene hört, denkt in der Regel an: Putzen, Waschen und Desinfizieren – alles, was Keime abtötet und Schmutz beseitigt. Doch gerade bei der Händehygiene gehört mehr dazu. Die Haut ist ein empfindlicher Schutzmantel, der nicht darauf ausgelegt ist, regelmäßig desinfiziert oder gar gewaschen zu werden. Dadurch kann die natürliche Pflegefunktion durch körpereigene Fette nicht mehr ausreichend pflegen. Die aktive Bekämpfung von Erregern greift sie an und lässt sie geschwächt zurück. Bei erneutem Kontakt mit Viren, Bakterien und Co. ist sie empfindlicher.
Für eine vollständige und vernünftige Händehygiene ist es also unerlässlich, auf die Handpflege zu achten. Sie hilft dabei, die Haut gesund zu halten und den strapazierenden Desinfektionsmitteln und dem Waschen entgegenzuwirken. Denn nur eine gut gepflegte Haut kann dem langfristig standhalten, sodass eine Fachkraft dauerhaft in den entsprechenden Berufsfeldern arbeiten kann.

Die richtige Handpflege – was Sie beachten sollten
Natürlich kann im Alltag nicht auf das Händewaschen verzichtet werden. Auf öffentlichen Toiletten, an Türklinken, selbst auf der heimischen Tastatur kommen wir regelmäßig mit Keimen in Kontakt. Um unsere Gesundheit und die anderer zu schützen, müssen wir uns regelmäßig die Hände waschen und sie gegebenenfalls desinfizieren. Doch da wir dabei Gefahr laufen, die Haut auszutrocknen, sollten bei der anschließenden Pflege ein paar Punkte beachtet werden.
Auf die Herangehensweise beim Waschen kommt es an
Am besten ist es, die Hände nur dann mit Seife und Wasser zu waschen, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Zum Einsatz kommen dabei im Idealfall pflegende Seifen mit einem neutralen pH-Wert. Außerdem ist es besser, sie unter lauwarmem Wasser abzuspülen, statt unter heißem oder kaltem. Am Schluss tupfen Sie die Haut trocken, statt sie abzurubbeln.
Desinfektion kann die bessere Wahl sein
Für die Haut ist es schonender, zur Desinfektion zu greifen, statt die Hände häufig zu waschen. Also jedes Mal, wenn kein sichtbarer Schmutz an der Haut haftet, ist das Einreiben mit Desinfektionsmittel die bessere Maßnahme. Das gilt allerdings nicht für den Toilettengang – hiernach sollten Sie sich immer die Hände waschen. Aber nach dem Betätigen einer Türklinke oder Ähnlichem reicht häufig die Händedesinfektion.
Wie gute Handpflege aussieht
Ob Sie sich nun häufig die Hände waschen oder desinfizieren – regelmäßige Handpflege ist unabdingbar. So beugen Sie Reizungen vor und vermeiden Risse und andere Schäden. Zu einer guten Pflege gehört beispielsweise das Eincremen. Achten Sie dabei darauf, dass die Haut vorher sauber und trocken ist, und verteilen Sie die Handcreme überall. Schmuck sollte vorher abgenommen werden.
Passende Mittel für die Handpflege
Es gibt viele Produkte zur Handpflege auf dem Markt. Da ist es oftmals nicht leicht, den Überblick zu behalten, was gut ist. Als Grundregel können Sie sich daran orientieren, dass tagsüber und nachts andere Produkte zum Einsatz kommen sollten. Während am Tag gut einziehende Lotionen besser sind, sollten Sie fettende Salben lieber über Nacht einziehen lassen. Ideal sind Inhaltsstoffe wie Glycerin und Urea, die Feuchtigkeit spenden und die Elastizität erhöhen. Olivenöl oder Sheabutter hingegen liefern Fettsäuren, die besonders bei trockener Haut helfen. Wer gereizte Haut hat, kann auch auf Kamillenextrakt achten.
Besonders im Winter sind die Hände anfälliger für Strapazen. Die Kälte setzt der Haut zusätzlich zu, weshalb hier gezielte Unterstützung gefragt ist. Achten Sie bei der Handpflege in der kalten Jahreszeit darauf, dass Sie eine fettende Creme einsetzen. In diesem Fall auch tagsüber, da die Haut mehr Fett braucht. Um sie besser zu schützen, sollten sie wärmende Handschuhe tragen.
