Deutlich geringere Ansteckungsquote / Übertragung von Krankheiten am Arbeitsplatz durch Desinfektion

Gerade während der kalten Saison werden viele Büroräume durch Grippewellen und andere ansteckende Erkrankungen merklich dezimiert. Das liegt nicht nur an dem sehr unterschiedlich ausfallenden Ermessen, ob eine Erkältung tatsächlich Grund genug für eine Krankschreibung ist, sondern auch an den fehlenden Präventionsmaßnahmen gegen die Übertragung von ansteckenden Erregern am Arbeitsplatz.

Doch auch eingepfercht in einem laut hustenden und schniefenden Büro müssen Sie sich nicht kampflos anstecken lassen, solange Sie einige hilfreiche Tipps zum Schutz Ihrer Gesundheit befolgen.

Wir führen Ihnen die wichtigsten Maßnahmen auf, die Sie vor einer Infektion am Arbeitsplatz bewahren können.

Verwenden Sie Desinfektionsmittel, damit Sie sich nicht anstecken

Wenn Sie in Ihrem Beruf häufig in Kontakt mit Menschen geraten und daher unter erhöhtem Risiko stehen, sich an Krankheiten anzustecken, sollten Sie in Ihrem Alltag auf keinen Fall auf zertifiziertes Desinfektionsmittel für Ihre Hände verzichten.

Die meisten Infektionen werden über Keime auf den Händen übertragen.

Schließlich fassen Menschen über den Tag verteilt unzählige bakterienüberzogene Gegenstände an. Besonders betroffen sind Handydisplays, die teilweise kaum geputzt, aber sehr regelmäßig berührt werden. So können sich auf ihnen Pilze, Durchfallerreger und Grippeviren ausbreiten. Es entsteht oft sogar ein größerer Bakterienherd als auf Toilettensitzen.

Nach der Benutzung des Handys befinden sich diese Keime auch an den Händen des Besitzers, der sie dann durch ein ganz beiläufiges und unwillkürliches Berühren seines eigenen Gesichtes über die Schleimhäute aufnimmt.

Zwar können diese Bakterien starken Immunsystemen in der Regel nichts anhaben, doch während der Grippezeit führen sie zu einer gesteigerten Infektionsgefahr.

Viele Arbeitsplätze sind daher flächendeckend mit Desinfektionsspendern ausgestattet, um die Hygiene und damit eng zusammenhängend auch die Gesundheit des Personals zu stärken.

Nehmen Sie diese Möglichkeit wahr und befreien Sie Ihre Hände insbesondere vor dem Essen, nach dem Berühren von Türgriffen und anderen öffentlich benutzbaren Oberflächen und nach dem Schütteln anderer Hände von Keimen und Bakterien. So können Sie sicherstellen, dass Sie sich nicht mehr so leicht bei kränkelnden Kollegen anstecken.

In nicht-medizinischen Bereichen kann das Desinfizieren der Hände ruhigen Gewissens mit gründlichem Waschen ersetzt werden.

Dieser Prozess ist jedoch nur sinnvoll, wenn er präzise und ordentlich ausgeführt wird. Ein beiläufiger Wasserkontakt wird Sie leider nicht davor retten, sich bei Ihren Kollegen anzustecken.

Stattdessen sollten die Hände zuerst unter angenehm warmes Wasser gehalten und dann sorgfältig mit Seife eingerieben werden.

Versuchen Sie dabei, sowohl die Handinnenfläche und den Handrücken, als auch die Zwischenräume der Finger und den Raum unter den Nägeln zu berücksichtigen.

Danach können die Seife wieder abgewaschen und die Hände abgetrocknet werden.

Das Händewaschen sollte mindestens 20 Sekunden lang dauern, um einen wirklichen Effekt garantieren zu können.

An öffentlichen Plätzen empfiehlt es sich, nach dieser Reinigung den direkten Kontakt mit keimbelasteten Oberflächen wie dem Wasserhahn oder dem Türgriff zu vermeiden. Stattdessen können Sie zum Zudrehen und Öffnen ein Einwegtuch zur Hilfe nehmen.

Um regelmäßigen Grippe- und Erkältungswellen innerhalb enger Büroräume zu überstehen, lohnt es sich in manchen Fällen, während dieser Zeiträume vermehrt auf Desinfektionsmittel zurückzugreifen. Auf diese Weise verringern Sie die Gefahr, sich bei jemandem anzustecken.Denn das Desinfizieren ist eine deutlich effektivere Methode zur Reduktion und Abtötung von Keimen als das bloße Waschen.

Die Anwendung birgt aber auch einige Risiken, weshalb Sie sie nicht zu häufig und immer nur bei erhöhtem Ansteckungsrisiko durchführen sollten.

Vielen, der in manchen Desinfektionsmitteln enthaltenen Inhaltsstoffe wird eine allergieauslösende Wirkung zugesprochen. Außerdem gibt es Studien, die versuchen, einen Zusammenhang zwischen ausgetrockneter, geschädigter Haut und den antibakteriellen Gelen herzustellen.

Sie sollten daher ein Desinfektionsmittel nutzen, das frei von Farbstoffen und Parfum ist. Am besten sind Produkte, die auch in Krankenhäusern benutzt werden und professionell und zertifiziert sind. Halten Sie sich also fern von günstigen Drogeriemarktprodukten.

Schließlich wollen Sie zwar vermeiden, sich an ihrem kranken Umfeld anzustecken, aber ohne Ihrem Körper dafür eine andere gesundheitsschädigende Substanz zuführen zu müssen.

Wie Sie sich außerdem vor dem Anstecken an einer Krankheit bewahren können

Neben regelmäßigem Waschen und gelegentlichem Desinfizieren Ihrer Hände gibt es noch andere Maßnahmen, die Sie ergreifen sollten, wenn Sie sich bei der nächsten Grippewelle nicht bei Ihren Kollegen anstecken wollen.

Geben Sie sich grundsätzlich Mühe, die Finger von Ihrem Gesicht zu lassen.

Ansteckende Viren gelangen sowohl über die Schleimhäute, als auch über die Atemwege in den Körper. Da sie sich durch reichlichen Kontakt mit diversen Gegenständen und Menschen oft an Händen befinden, würden Sie sie durch das Anfassen Ihres Gesichtes direkt an die für sie relevanten Körperöffnungen heranführen.

Obwohl kalte Luft dafür bekannt ist, Erkältungen auszulösen, ist regelmäßiges Lüften bei der Umgehung von Krankheiten unumgänglich. Dabei muss jedoch eine klare Unterscheidung zwischen normalem Stoßlüften und ungesundem Durchzug vorgenommen werden.

Heizungsluft und Klimaanlagen fördern das Risiko, sich bei erkälteten Personen anzustecken und sollten daher ausdrücklich durch drei bis viermaliges Lüften am Tag bekämpft werden.

Auch wenn es in einem Büro manchmal Uneinigkeiten über die Notwendigkeit des gelegentlichen Lüftens gibt, sollten Sie Ihre Kollegen von den Vorteilen dieser Maßnahme überzeugen.

Trotz allem dürfen Sie nicht vergessen, dass Sie, um ein mögliches Anstecken nicht voranzutreiben, bei einer sehr geringen Raumtemperatur eine Jacke überziehen müssen. Denn Kälte schwächt nicht nur das Immunsystem, sondern eine kalte Nase begünstigt auch die Vermehrung von Erkältungsviren.

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