{"id":2875,"date":"2022-09-26T16:08:11","date_gmt":"2022-09-26T14:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/?p=2875"},"modified":"2023-02-17T10:09:58","modified_gmt":"2023-02-17T09:09:58","slug":"krankenhauskeime","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/krankenhauskeime\/","title":{"rendered":"Krankenhauskeime"},"content":{"rendered":"\n<p>Anders als der Name im ersten Moment vermuten l\u00e4sst, handelt es sich bei Krankenhauskeimen nicht um eine bestimmte Art Erreger. Viel mehr bezeichnet der Begriff eine <strong>Vielzahl an<\/strong> <strong>Keimen, mit denen sich Patienten bei einer Behandlung im Krankenhaus anstecken<\/strong>. Sie bergen dort das Risiko sogenannter nosokomialer Infektionen \u2013 auch Krankenhausinfektionen genannt \u2013 und bed\u00fcrfen daher besonderer Aufmerksamkeit. Wie Sie sie effektiv bek\u00e4mpfen und wie Sie ihnen am besten vorbeugen, erfahren Sie hier.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Risikogruppen f\u00fcr Krankenhauskeime<\/h2>\n\n\n\n<p>Per se handelt es sich bei den sogenannten Krankenhauskeimen um <strong>allt\u00e4gliche Keime, die viele Menschen bereits auf der Haut tragen<\/strong>. Dort richten sie insbesondere bei einem gesunden Menschen keinerlei Schaden an. Bei Personen mit geschw\u00e4chtem Immunsystem hingegen haben sie fatale Auswirkungen. Wenn Wunden die Hautbarriere durchbrechen, gelangen die Keime beispielsweise in die Blutbahn. Erst dort werden sie zu einem Problem. Infektionen, Blutvergiftungen und Entz\u00fcndungen sind m\u00f6gliche Folgen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile\" style=\"grid-template-columns:47% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"500\" height=\"334\" src=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/handdesinfektion-krankenhaus.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-325 size-medium\" srcset=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/handdesinfektion-krankenhaus.jpg 500w, https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/handdesinfektion-krankenhaus-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 500px, 100vw\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden sind diese Erreger gerade in Krankenh\u00e4usern ein gef\u00fcrchtetes Problem. Operationen, Krankheiten und Zug\u00e4nge \u00f6ffnen ihnen sprichw\u00f6rtlich T\u00fcr und Tor. J\u00e4hrlich sterben zwischen 10&nbsp;000 und 15&nbsp;000 Menschen an einer Infektion durch Krankenhauskeime. Sie gef\u00e4hrden allerdings nicht nur Kranke und Verletzte. Generell <strong>alle, deren Immunsystem nur eingeschr\u00e4nkt leistungsf\u00e4hig ist<\/strong>, m\u00fcssen aufpassen.<\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div style=\"height:26px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<p>Etabliert hat sich f\u00fcr eine <strong>Zusammenfassung der Ausdruck \u201eYOPIS\u201c<\/strong>. Er stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den Begriffen young, old, pregnant und immunocompromised zusammen. Auf Deutsch hei\u00dft das: Sehr junge Menschen, wie beispielsweise S\u00e4uglinge, alte Menschen, Schwangere und eben Immungeschw\u00e4chte sind betroffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die gef\u00e4hrlichsten Krankenhauskeime<\/h2>\n\n\n\n<p>Es existieren viele verschiedene Keime, die unter diesen Umst\u00e4nden zu einem Problem werden k\u00f6nnen: Staphylokokken, Enterokokken, Clostridien, Pseudomonas und mehr. Doch die meisten lassen sich gut bek\u00e4mpfen und eind\u00e4mmen. Doch unter allen Krankenhauskeimen gibt es einige, die <strong>besonders h\u00e4ufig vorkommen und nicht zu untersch\u00e4tzen sind<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>Methicillin-resistent Staphylococcus aureus (MRSA)<\/li><li>Vancomycin-resistent Enterococcus faecium (VRE)<\/li><li>Beta-Lactamasa produzierende Enterobakterien (ESBL)<\/li><li>Pseudomonas aeruginosa<\/li><li>Acinetobacter baumannii<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Hierbei handelt es sich um die gef\u00e4hrlichsten Vertreter dieser Erreger. Das Problem hat bei ihnen allerdings zwei Gesichter. Sie k\u00f6nnen schwerwiegende Infektionen verursachen, wie <strong>Sepsen, Lungenentz\u00fcndungen und Wundinfektionen<\/strong>. Darin unterscheiden sie sich nicht direkt von anderen Krankenhauskeimen. Das eigentliche Problem hier ist ihre Resistenz gegen die g\u00e4ngigsten Antibiotika \u2013 teilweise sogar gegen mehrere. Das macht es besonders schwierig, eine einmal aufgetretene Ansteckung wieder loszuwerden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">MRSA \u2013 der gef\u00fcrchtetste Krankenhauskeim<\/h2>\n\n\n\n<p>Der Name verr\u00e4t es bereits \u2013 MRSA besitzt eine Resistenz gegen\u00fcber dem Antibiotikum Methicillin, was es wirkungslos macht. Das Bakterium an sich ist nicht selten, es besiedelt h\u00e4ufig Haut und Schleimh\u00e4ute. <strong>Bei einem gesunden Menschen ist das unbedenklich<\/strong>, doch immungeschw\u00e4chte Personen leiden unter einer Infektion. Sie greift vor allem Organe an, die Haut und Wunden \u2013 ein Krankenhaus ist also ein Paradies f\u00fcr diese Krankenhauskeime. Oft betroffen sind vor allem Intensivstationen, Abteilungen f\u00fcr Brandverletzungen und Neugeborenstationen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstmals kamen die St\u00e4mme vor 50 Jahren in England auf, breiteten sich aber schnell weltweit aus. Zun\u00e4chst gab es sie haupts\u00e4chlich in Kliniken, wo sie nicht nur durch ihre Methicillin-Resistenz zum Problem wurden. Es stellte sich n\u00e4mlich bald heraus, dass ihnen zudem alle anderen Antibiotika der beta-Laktam-Klasse nichts anhaben konnten. Weitere Klassen waren ebenfalls \u00f6fter vertreten. Als damit <strong>multiresistente Krankenhauskeime<\/strong> werden sie gef\u00fcrchtet \u2013 insbesondere, weil sie hochansteckend sind.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">VRE \u2013 der verirrte Darmkeim<\/h2>\n\n\n\n<p>An sich handelt es sich bei Enterokokken um Bakterien, die eigentlich die Darmflora positiv beeinflussen. Selbst auf vielen Lebensmitteln sitzen die Keime. An und f\u00fcr sich sind sie harmlos \u2013 bis sie ihren angestammten Ort verlassen. Gerade bei immungeschw\u00e4chten Patienten k\u00f6nnen sie dann schwere Entz\u00fcndungen hervorrufen. VRE stellt dabei die Herausforderung, dass es <strong>gegen das Antibiotikum Vancomycin resistent<\/strong> ist \u2013 mindestens. H\u00e4ufig kommen auch andere Klassen hinzu, weshalb Infektionen oftmals t\u00f6dlich enden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">ESBL \u2013 eine Gruppe Keime mit bestimmter Eigenschaft<\/h2>\n\n\n\n<p>ESBL bezeichnen ebenfalls Darmkeime, die eigentlich ungef\u00e4hrlich sind. Dieser Gruppe ist jedoch gemein, dass sie durch genetische Ver\u00e4nderungen ein <strong>mutiertes Enzym der Beta-Lactamase erzeugen<\/strong>. Das macht sie ebenfalls resistent gegen Antibiotika und schwer zu bek\u00e4mpfen. Zu den besonders gef\u00e4hrdeten Gruppen geh\u00f6ren neben immungeschw\u00e4chten Personen zudem Neugeborene, insbesondere Fr\u00fchchen. Ihr Immunsystem ist noch nicht ausgebildet und daher anf\u00e4llig f\u00fcr eine Infektion. Anders als bei den anderen Krankenhauskeimen kommt es bei diesen immer h\u00e4ufiger zu einer Ansteckung in Kliniken. Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist das auf den unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfigen Einsatz von Antibiotika \u2013 sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin und in der Tierhaltung.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pseudomonas aeruginosa \u2013 nat\u00fcrlich resistent<\/h2>\n\n\n\n<p>Die nat\u00fcrliche Heimat des Keims sind Feuchtgebiete, aber auch Feuchtbereiche in Kliniken. Meistens bringen diesen Keim Besucher von au\u00dfen in das Krankenhaus, eine Ansteckung von Patient zu Patient ist zudem m\u00f6glich. Das geschieht dann beispielsweise \u00fcber die H\u00e4nde des Pflegepersonals. Eine Infektion l\u00f6st vor allem Probleme mit den Atemwegen, Wunden und den Harnwegen aus, dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen Sepsen auftreten. Das gro\u00dfe Problem mit diesen Erregern ist, dass sie <strong>von Natur aus bereits eine Resistent gegen viele Antibiotika<\/strong> besitzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Acinetobacter baumannii \u2013 durch Biofilm besonders gesch\u00fctzt<\/h2>\n\n\n\n<p>Aktuellen Sch\u00e4tzungen zufolge gehen bis zu 5 Prozent aller nosokomialen Infektionen allein auf Acinetobacter baumannii zur\u00fcck. Die Verl\u00e4ufe kristallisieren sich als immer schwerer heraus, sodass hier akuter Handlungsbedarf besteht. Ein gro\u00dfes Problem bei der Bek\u00e4mpfung stellt allerdings ein flexibles Genom dar, das der Erreger aufweist. Durch das ist es ihm ein Leichtes, <strong>neue Resistenzen gegen Antibiotika zu entwickeln<\/strong>. Typisch f\u00fcr Krankheitserreger verf\u00fcgt das Bakterium au\u00dferdem \u00fcber die F\u00e4higkeit, einen Biofilm zu bilden. Diese gelartige Substanz sch\u00fctzt es in besonderem Ma\u00dfe. Das macht es umso schwieriger, es loszuwerden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krankenhauskeimen vorbeugen<\/h2>\n\n\n\n<p>Die effektivste Methode, um gegen Krankenhauskeime vorzugehen, ist, sie gar nicht erst zu einer Infektion f\u00fchren zu lassen. Um das zu erreichen, ist es essenziell, dass das <a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/hygienemanagement-praxis\/\">Hygienemanagement im Gesundheitswesen<\/a> stimmt. Der wichtigste Punkt hierbei ist die H\u00e4ndehygiene, bestehend aus <strong>dem Waschen und dem Desinfizieren der H\u00e4nde<\/strong>. Das allein verhindert bereits eine Vielzahl an Kontaminationen, weil das Personal die Erreger nicht von einem Patienten zum anderen tr\u00e4gt. Doch auch f\u00fcr Besucher sollten diese Regeln gelten, damit sie keine Keime von au\u00dfen hereinbringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Hygiene_AdobeStock_275638248-kichigin19_web.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Hygiene_AdobeStock_275638248-kichigin19_web.jpg\" alt=\"Hygiene im Krankenhaus\" class=\"wp-image-2525\" width=\"800\" height=\"532\" srcset=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Hygiene_AdobeStock_275638248-kichigin19_web.jpg 800w, https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/Hygiene_AdobeStock_275638248-kichigin19_web-480x270.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 800px, 100vw\" \/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Ausreichend Hygienemittel bereitstellen<\/h2>\n\n\n\n<p>Daher sollten im Krankenhaus an jedem Eingang und in den Personalr\u00e4umen stets gef\u00fcllte <a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/shop\/3-hygienespender\">Hygienespender<\/a> mit <a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/shop\/23-desinfektionsmittel\">Desinfektionsmittel<\/a> stehen. Produkten mit 60 bis 80 Prozent Alkohol widersetzt sich kein Krankenhauskeim. Hinzu kommen ausreichend <a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/shop\/21-haut-und-handreiniger\">Handreiniger<\/a>, um sich in den Sanit\u00e4rr\u00e4umen die H\u00e4nde waschen zu k\u00f6nnen. Damit allein l\u00e4sst sich bereits ein Drittel der Infektionen vermeiden. Mit unseren praktischen <a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/shop\/82-aerzte-kliniken-praxen-pflegeeinrichtungen\">Hygieneartikeln f\u00fcr das Gesundheitswesen<\/a> sind Sie nicht nur f\u00fcr alle F\u00e4lle gewappnet. Gleichzeitig profitieren Sie noch von der hohen Ergiebigkeit: Die <strong>Produkte bieten lange Schutz und Hygiene<\/strong>, ohne dabei viel Aufwand zu erfordern. Lange Nachf\u00fcllintervalle belasten die Mitarbeiter zeitlich wenig und erm\u00f6glichen ihnen so mehr Zeit f\u00fcr andere T\u00e4tigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mit Organisation Krankenhauskeime minimieren<\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-3\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Weitere <strong>Ma\u00dfnahmen sind organisatorischer Natur<\/strong>. Sie beinhalten die ber\u00fchrungslose Abfallentsorgung nach dem K\u00fcmmern um einen Patienten. So k\u00f6nnen Angestellte Handschuhe, T\u00fccher und dergleichen ohne Handkontakt wegwerfen. Au\u00dferdem ist ein Verringern der Patientenzahl sinnvoll \u2013 sowohl pro Zimmer als auch pro Pflegekraft. Auf diese Weise stecken sich die Patienten weniger gegenseitig an und die Mitarbeiter haben ausreichend Zeit f\u00fcr die Hygiene zwischendrin. Besonders bei stark gef\u00e4hrdeten Gruppen ist es zudem ratsam, sie bei Einlieferung auf Krankenhauskeime zu testen. So kann vorab festgestellt werden, ob sie gef\u00e4hrliche Erreger bereits mit sich tragen, und es lassen sich entsprechende Gegenma\u00dfnahmen ergreifen. Zuletzt spielt die gezieltere und weniger exzessive Gabe von Antibiotika allgemein eine Rolle.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/handschuhe-und-maske.jpeg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/handschuhe-und-maske-1024x683.jpeg\" alt=\"Handschuhe und Maske\" class=\"wp-image-1143\" srcset=\"https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/handschuhe-und-maske-980x551.jpeg 980w, https:\/\/www.blanc-hygienic.de\/magazin\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/handschuhe-und-maske-480x270.jpeg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw\" \/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Besucher in die Pflicht nehmen<\/h2>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber hinaus sind auch <strong>Besucher ein wichtiges Glied der Infektionskette<\/strong>. Sie bringen Keime von au\u00dfen in die Klinik, weshalb sie ebenso die Verantwortung tragen, die Ansteckung zu vermeiden. Am besten sollten sie daher darauf hingewiesen werden, sich die H\u00e4nde in folgenden Situationen zu desinfizieren:<\/p>\n\n\n\n<ul><li>beim Betreten des Krankenhauses<\/li><li>vor dem Betreten des Krankenzimmers<\/li><li>nach der Interaktion mit potenziell kontaminierten Gegenst\u00e4nden<\/li><li>nach der Toilettennutzung<\/li><li>beim Verlassen des Krankenhauses<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Weitere Aspekte, auf die Besucher achten sollten, <strong>beinhalten haupts\u00e4chlich Verhaltensregeln<\/strong>. So sollten sie bei Krankheitssymptomen ganz von einem Besuch absehen oder einen Mundschutz tragen. Gegenst\u00e4nde, mit denen der Patient in Kontakt kommen wird, sollten nicht auf den Boden gestellt werden. Da auch die Kleidung Keime \u00fcbertragen kann, sollten Besucher sich nicht auf das Bett, sondern lieber auf einen Stuhl setzen. Zuletzt: Wer Blumen mitbringen m\u00f6chte, sollte zu Schnittblumen greifen, da Topfpflanzen Keime und Pilze in der Erde haben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Krankenhauskeime bek\u00e4mpfen<\/h2>\n\n\n\n<p>Eine einmal entstandene Infektion wirkungsvoll zu bek\u00e4mpfen, ist eine echte Herausforderung. Durch die Resistenz gegen meist nicht nur eine Antibiotika-Klasse werden <strong>zur Bek\u00e4mpfung spezielle Reserve-Antibiotika<\/strong> ben\u00f6tigt. Doch auch gegen diese entwickeln die Bakterien nach und nach Resistenzen, sodass irgendwann keins mehr wirken wird. Ist also trotz Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen doch eine Kontamination entstanden, m\u00fcssen neue Therapiem\u00f6glichkeiten her. Daran wird konstant weiter geforscht und inzwischen gibt es vielversprechende Ans\u00e4tze, um zumindest einige der gef\u00e4hrlichen Krankenhauskeime ohne Antibiotika loszuwerden:<\/p>\n\n\n\n<div style=\"height:18px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n\n<ul><li><strong>Pseudomonas aeruginosa<\/strong> <strong>von innen heraus bek\u00e4mpfen<\/strong>: Die Arbeitsgruppe des Konstanzer Chemikers Dr. Thomas B\u00f6ttcher arbeitet an einer Methode, den Stoffwechsel des Erregers zu hemmen. Dieser setzt Signalstoffe frei, die die Menge der Bakterien messen. Wenn gen\u00fcgend Erreger im Organismus vorhanden sind, produzieren sie sogenannte Virulenzfaktoren. Diese l\u00f6sen die Krankheiten aus. Ziel hier ist es, diese Signalstoffe auszuschalten.<\/li><li><strong>Staphylococcus aureus<\/strong> <strong>von Viren gefressen<\/strong>: Ein Forscherteam aus M\u00fcnster und T\u00fcbingen setzt bei der Prophylaxe neuer Infektionen auf einen Virus. Dabei handelt es sich um einen Bakteriophagen \u2013 was auf Deutsch \u201ebakterienfressend\u201c bedeutet \u2013, der ein Protein produziert, das speziell diese Staphylokokken angreift. Und nur diese, die restliche Keimflora bleibt unangetastet. Es wirkt, indem es an die Oberfl\u00e4che des Bakteriums andockt und sie aufschneidet. Durch den in ihnen herrschenden \u00dcberdruck platzen die Bakterien und sterben, ehe sie Resistenzen entwickeln k\u00f6nnen.<\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anders als der Name im ersten Moment vermuten l\u00e4sst, handelt es sich bei Krankenhauskeimen nicht um eine bestimmte Art Erreger. Viel mehr bezeichnet der Begriff eine Vielzahl an Keimen, mit denen sich Patienten bei einer Behandlung im Krankenhaus anstecken. 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